Gedanken zum Thema Musik

1. Tag und Nacht üben?
Übe zu der Tageszeit, zu der du am besten üben oder lernen kannst! Bei manchen Menschen ist dies frühmorgens, bei anderen spätnachts. Du solltest dabei einen gesunden Mittelweg zwischen Lust und Disziplin finden. Wenn du mal einen schlechten Tag oder einfach keine Lust zum üben hast, ist dies auch keine Tragödie. Am besten übst du mit einem täglichen Übungsprogramm, das dich Schritt für Schritt zu deinen Zielen bringt. Dabei ist meiner Meinung nach wichtig, sich 2 Tage pro Woche freizuhalten, an denen man nicht übt um dem Kopf genügend Zeit zum Verarbeiten zu geben. 

2. Übe mit Enthusiasmus!
Es gibt immer Dinge, die Spaß machen und die man üben will und solche, die weniger Spaß machen und die man -aus welchen Gründen auch immer- üben sollte. Beide Seiten haben ihre Berechtigung und deshalb solltest du sie auch gleichwertig behandeln, d.h. mit der gleichen Energie bearbeiten -auch wenn`s manchmal schwerfällt. Wichtig dabei ist, dass du erkennst, dass dich alles, was du übst, weiterbringen und zu einem besseren Musiker machen wird. Und da es nun leider wirklich keine magische Abkürzung gibt, mit der du ums Üben herumkommst, ist es echt besser, auch an Disziplinübungen Spaß zu bekommen.

3. Zerkleinere dir die Information, die du lernen willst!
Die Erfahrung zeigt, dass der Erfolg beim Üben am schnellsten kommt, wenn man sich eher unterfordert als überfordert. Das bedeutet für mich, dass ich versuche, die Information in möglichst viele, möglichst kleine Happen zu zerteilen, bevor ich sie aufnehme. Ich denke, Lernphasen von 1-2 Minuten sind der Zeitraum, mit denen man gut arbeiten kann.

4. Übe mit dem Kopf und auch ohne dein Instrument!
Richtig betrachtet sieht es ja so aus, dass du nicht deinen Händen [oder Stimmbändern] das Spielen [Singen] beibringst, sondern deinem Kopf. Deshalb kannst du dir unglaublich viel Zeit ersparen, indem du praktisch vor deinem geistigen Auge übst. Dabei spielt es keine Rolle, was du übst. Wichtig ist, dass du das Potential deiner Vorstellungskraft nutzt, um auf deinem Instrument weiterzukommen.

5. Viel üben und trotzdem schlechter werden?
Wenn du viel übst, wirst du mit einer ziemlichen Regelmäßigkeit das Gefühl haben, eher schlechter zu werden als besser. Das ist normal, denn es ist ein Zeichen dafür, dass dein Gehirn Energie und Kapazitäten braucht, die neu gelernten Dinge zu verarbeiten. Lass dich davon nicht irritieren! Sobald dein Kopf wieder frei ist, wird auch dieses Gefühl wieder weg sein.

6. Gib dir Zeit!
Das größte Problem für die meisten Leute, die am Instrument besser werden wollen, ist die Zeit. Am besten ist, du findest dich damit ab und akzeptierst, dass es in den allermeisten Fällen doch einige Jahre dauert, bis man sein Musikinstrument in ein angenehm klingendes Musikinstrument verwandelt hat. Deshalb ist es ratsam, wenn du deinen Fortschritt nicht täglich bewertest, sondern nur ein paar Mal im Jahr. Erst dann kannst du wirklich erkennen, ob sich etwas in deinem Spiel getan hat.

7. Der Ernst des Lebens?
Hier noch eine ganz wichtige Erkenntnis: Musik macht Spaß! (Oder sollte es zu mindest!) Auch für den Fall, dass du große Ambitionen als Musiker hast oder die Musik als Mittelpunkt deines Lebens siehst: Hab Spaß an der Sache, nimm dich selbst nicht zu ernst und versuche, die Musik als etwas sehr Schönes zu betrachten und nicht mit unnötigem Ernst zu beschweren. Solltest du trotzdem einmal deprimiert sein, stell dir nur kurz vor, von diesem Moment an nie wieder auch nur einen Ton spielen oder singen zu können oder dürfen...Na, schon besser?/slide}

 
Gedanken über „Musik als Intelligenzförderung“

Aktives Musizieren fördert die Intelligenz 

Wissenschaftliche Studien belegen, daß Kinder, die Musikunterricht haben, auch in anderen Fächern stark verbesserte Leistungen zeigen. 
Weil rationale, emotionale und motorische Elemente im Musikunterricht gleichermaßen gefördert werden, entwickelt sich ihr Gehirn umfassender. Das macht sie einfach schlauer, fördert ihr Abstraktionsvermögen und ihre Fähigkeit, analytisch zu denken. Mit Musik steigern Sie ihre Kreativität und ihr emotionales Ausdrucksvermögen.

Besonders bei Kindern wirkt sich dies positiv auf die sprachliche Entwicklung, die Lesefähigkeit und das Erfassen von Texten aus. Aber auch der Bewegungsablauf und die Motorik werden durch aktives Musizieren gefördert. Also hat die Musik einen positiven Effekt auf Schulleistungen!
 
In der Schule wurden die Hauptfächer Mathematik und Sprache zugunsten eines erweiterten Musikunterrichtes gekürzt. Das Ergebnis war, dass die betroffenen Kinder in ihren Leistungen der Kontrollgruppe in keiner Beziehung nachstanden, sie ihnen aber im sozialen Verhalten eindeutig überlegen waren. Auch wurde hier in der Grundstufe ein positiver Zusammenhang zum Lesen lernen festgestellt.

Maria Spychiger,
Psychologin am Pädagogischen Institut der Universität Freiburg (Schweiz)

 

Obwohl der Notendurchschnitt bei Schuleintritt gleich war, wurde bei gleichen Lehrern und trotz zusätzlicher Beanspruchung durch Musikunterricht und zusätzlicher Übungszeit für das Instrument in der Musikklasse eine Notensteigerung um 0,7 bis 0,8 erreicht. Auch war hier die spätere Entwicklung (Abitur, weiterführende Schulen, Studium) bedeutend positiver.

Walter Kern,
Direktor einer Hauptschule mit besonderer Rücksicht
auf musikalische Begabung (spezieller Sonderschulart in Wien)

 

Gedanken über Erwachsenenunterricht

ErwachsenerDas Angebot der Musikschule im Instrumentalunterricht gilt natürlich auch für Erwachsene. Trotzdem werden wir oft gefragt, ob es einen Sinn ergibt, als Erwachsener noch mit dem Erlernen eines Instrumentes anzufangen. Hierbei hat die langjährige Erfahrung gezeigt, dass es allen Erwachsenen großen Spaß macht, selbst zu musizieren.


Egal ob Wiedereinsteiger oder Anfänger, das Lerntempo wird im Unterricht individuell auf den einzelnen Schüler abgestimmt. So können mit der nötigen Geduld, Übung und viel Freude beträchtliche Lernerfolge erzielt werden! Mit diesem Konzept konnten wir im Laufe der Jahre sehr viele Menschen für die Musik und das Erlernen eines Instrumentes begeistern!

Unsere Unterrichtsphilosophie:
Die Beschäftigung mit der Musik soll allen, ob Jung, ob Alt, gleichermaßen viel Freude machen! Unser Spezialgebiet: Unterricht für Senioren!
Übrigens: Unser ältester Neueinsteiger war 72 Jahre alt - super Leistung!!

Literaturtipp:
Musizieren im Alter / Theo Hartogh und Hans Hermann Wickel
Verlag:
Schott Music, ISBN: 978-3-7957-8733-2

 

Gedanken über die Wahl des Instrumentes

Persönliche Neigungen und Vorlieben sollten letztlich immer den Ausschlag
für die Instrumentenwahl geben.  Viele Menschen fühlen sich durch ihre Begeisterung für eine bestimmte Musikrichtung auch oft schon von einer Instrumentengattung besonders angezogen.

Ein Rock-Fan tendiert sicher eher zur Gitarre oder zum Schlagzeug. Ein Liebhaber klassischer Musik naturgemäß eher zur Querflöte oder zur Violine.Tasteninstrumente werden z.B. empfohlen zur Steigerung der Koordinationsfähigkeit und der Gehirnaktivitäten, da hier die Unabhängigkeit beider Hände zu einem hohen Maße erlernt werden muß.

Empfehlenswert ist natürlich eine Beratung durch einen guten Musiklehrer. Oder testen Sie es in einer Schnupperstunde!

Man sagt, dass man als Kind am leichtesten lernt, aber jeder Erwachsene kann es auch.

 
 

"Bildung und Kultur sind Investitionen in die Köpfe und Herzen junger Menschen. Sie tragen dazu bei, unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. Musikalische Bildung ist kein schmückendes Beiwerk, sie ist unverzichtbar. Es lohnt sich, etwas dafür zu tun."

Johannes Rau, Bundespräsident (1999 – 2004) aus: Grußwort zum Benefizkonzert des Bundespräsidenten zugunsten von Projekten zur Förderung der musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen am 22. Juni 2004 in Berlin

 

"Die Musikschulen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres kulturellen Lebens."

" (...) Ich bin davon überzeugt, dass die musikalische Bildung wesentlich zur notwenigen Orientierung in einer globalisierten und visualisierten Welt beiträgt und ein unentbehrliches Element beim Erwerb und bei der Ausbildung kognitiver Fähigkeiten darstellt. Die Musikschulen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres kulturellen Lebens. Doch zuvor lassen mich noch an dieser Stelle Ihnen, (…) allen Musikerzieherinnen und Musikerziehern in Schulen und Musikschulen ausdrücklich und herzlich danken für Ihre wichtige und unverzichtbare Arbeit, die Sie bisher geleistet haben und noch weiter leisten werden.
Als gelernte Mathematikerin weiß ich, wovon ich spreche, wenn ich in der musikalischen Bildung das notwendige Komplement zur kognitiven Bildung sehe...

Auf dem heutigen Kongress stellen Sie konzeptionell das Unterhaltsame und Vergnügliche in der Musik heraus und knüpfen damit an die Grundlage erfolgreicher Pädagogik und Didaktik an: nämlich an die Motivation, ohne die eine freie Persönlichkeitserziehung nicht möglich ist.
Musikerziehung und Persönlichkeitserziehung: das Eine bedingt das Andere. Aktuelle Studien belegen den wesentlichen Einfluss von erweiterter Musikerziehung auf die allgemeine und individuelle Entwicklung von Kindern, auf die herausragende Bedeutung für die Entwicklung sozialer Kompetenz, für die humane Dimension des Zusammenlebens und für das Interesse an geistigen und kulturellen Dingen.
Ich halte Musikerziehung für die ästhetische Bildung für wesentlich, und die ästhetische Bildung für gleichbedeutend mit der pädagogischen Hinführung zu einem ästhetischen Urteilsvermögen, das wiederum auch Grundlage für eine kritische Medienerziehung ist.

(...) Kulturelle Bildung, und insbesondere kulturelle Bildung im Medienzeitalter, das heißt für mich stets und insbesonders auch Musikerziehung. Sie bedeutet Bildung über, durch und zu Kultur.
Sie beinhaltet, wie das Gutachten "Kulturelle Bildung im Medienzeitalter" von Prof. Pazzini, das...zur inhaltlichen Konkretisierung des Programms "Kulturelle Bildung im Medienzeitalter" ...erarbeitet wurde, feststellt, Möglichkeiten und Ressourcen, die in den Wissenschaften, insbesondere in den Naturwissenschaften und in der Mathematik nicht oder nur in geringem Maße zur Verfügung stehen.
Und kulturelle Bildung, mithin also wesentlich auch musikalische Bildung, ist nicht Luxurierendes, sondern, in ökonomischen Begriffen, eine Ressource ersten Ranges. Sie vermittelt Schlüsselqualifikationen für eine gelingende Lebensführung und unter den Bedingungen der gesellschaftlichen Modernisierung. Ich nannte am Anfang "Globalisierung" und "Virtualisierung", wird sie auch als Sinn- und Orientierungsangebot immer wichtiger.

Unsere Bildungspraxis darf sich also nicht nur an den Erfordernissen der Sozial- und Wirtschaftspolitik orientieren, sondern sie muss die grundlegende Dimension von Kultur aufgreifen.
Musikerziehung in Schulen und Musikschulen muss also, so lautet mein Fazit, integraler Bestandteil in jeder Konzeption umfassender Bildung sein. Denn, wer Musik macht, kommt auch weniger auf destruktive Gedanken. Wie schon unser Innenminister Schily sagte: wer Musikschulen schließt, gefährdet die innere Sicherheit!
Und ich möchte aus meiner Sicht noch 4 Thesen zum Stellenwert des Musikunterrichts und der Musikerziehung hinzufügen:

  • Im Interesse einer effektiven Bildungsreform und vor dem Hintergrund der PISA-Ergebnisse ist es notwenig, eine breite Basis von Kunst- und Musikausbildung in Deutschland aufzubauen.

  • Besonderes Interesse sollte einer allgemeinen musikinstrumentalen Ausbildung gelten, sowohl im Rahmen der frühkindlichen Erziehung als auch in der weiterführenden Bildungsentwicklung.

  • Der Stellenwert des Musikunterrichts und der Musikerziehung sollte darin nachhaltig aufgewertet werden.

  • In Bezug auf die Bedeutung des Musikunterrichts und von Musikerziehung im Allgemeinen gilt es gesamtgesellschaftlich umzudenken und beides als wesentliche Faktoren der Schul- und Persönlichkeitsbildung herauszustellen. (...)"

Monika Griefahn, Vorsitzende Bundestagesausschuss für Kultur und Medien, Grußwort zur Eröffnung des Musikschulkongresses '03, 9. Mai 2003 in Hannover

 

Musizieren ist eine der schönsten menschlichen Tätigkeiten überhaupt...

"Musizieren ist eine der schönsten menschlichen Tätigkeiten überhaupt … (…) Arthur Schopenhauer hat einmal gesagt: "Musik ist die Melodie, zu der die Welt der Text ist." Und in diesem Sinne ist die kulturelle Bildung und mithin natürlich die musikalische Bildung kein Luxus, sondern eine Ressource erster Güte.(...) Besonders zu würdigen ist auch die engagierte Arbeit der Musikschulen und Vereine, die es immer wieder verstehen, junge Menschen für Musik zu begeistern. Gerade diese Angebote sind für Kinder und Jugendliche – und zwar völlig unabhängig davon, ob sie nun zu Höchstleistungen gelangen oder einfach nur aus Freude und Spaß musizieren – sinnstiftend und wertvoll. Begabung ist ein Geschenk, eine Möglichkeit, die sich durch Umfeld und planmäßige Schulung entwickeln und verwirklichen kann. Die Förderung von Begabung hat stets zwei Seiten, die individuelle und die gesellschaftsorientierte, denn wenn ein Land seine Begabungen nicht fördert, wird es arm – arm an Wissen, an Geist, an Kunst und gestaltender Kraft. Musikalische Begabung ist mehr als Musikalität, "Musizieren macht intelligent", so hat das der Musikprofessor Hans-Peter Bastian einmal auf den Punkt gebracht."

Renate Schmidt, Bundesjugendministerin a.D. Aus der Rede anlässlich des Abschlusskonzerts beim 41. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" am 3. Juni 2004 in Trossingen.

 

"Musizieren unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung."

Musizieren unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Die jungen Menschen lernen viel mehr als nur ein Instrument; sie lernen selbstbewusstes Auftreten, aber auch Kritikfähigkeit und Teamfähigkeit. Musikalische Bildung hilft Kindern und Jugendlichen Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft zu entwickeln. All das sind Schlüsselkompetenzen, die sie ihr ganzes Leben gut gebrauchen können. Deshalb sollten wir Kindern und Jugendlichen im doppelten Sinne die richtigen Instrumente an die Hand geben."

Renate Schmidt, Bundesjugendministerin a.D., Rede zum 40. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 12 Juni 2003 in Weimar

 


Eine sechsjährige Langzeitstudie an Berliner Grundschulen belegt, daß „erhöhte Zeitaufwendungen für die Musik ganz sicher nicht zu Lasten
verminderter Leistungen in den Hauptfächern geht.“ Im Gegenteil: Nachdem kaum Unterschiede bei den Intelligenzquotienten der Abc-Schützen bei Einschulung vorhanden waren, wurden bereits 1 1/2 Jahre später überdurchschnitte Ergebnisse bei vergleichenden Intelligenztests erzielt.
Nach vier Jahren wurde bei Instrumentalisten ein deutlich höherer Durchschnitts-IQ gemessen als im Bevölkerungsdurchschnitt.

„Das gemeinsame Musizieren machte die Kids nicht nur klüger, es festigte auch ihre emotionalen und sozialen Bindungen.“

Prof. Dr. Hans Günther Bastian,
Professor für Musikpädagogik an der JWG Universität Frankfurt:

Link zur kompletten Studie

 

Der Hörsinn ist der erste Sinn, der sich beim Menschen herausbildet. Kein anderer Sinn hat so viel Einfluss auf uns. Die ersten Instrumente zum Musizieren wurden bereits vor 40.000 Jahren entwickelt. Und heute wie damals hat Musik die gleiche Wirkung auf den Menschen. Kein Mensch kann sich der Musik entziehen. Egal welche Musikrichtung - Studien zeigen, dass Musik, wenn wir sie als angenehm empfinden, Erstaunliches bewirken kann.

Musik fördert die Gesundheit
Zahlreiche Studien belegen den positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. So konnte beispielsweise durch den Einsatz von Musik bei Patienten das Schmerzempfinden reduziert werden, wodurch weniger Schmerzmittel benötigt wurden. Bei Operationen wurden weit weniger Narkosemittel verbraucht, wenn die Patienten vor der Operation ihre Lieblingsmusik hörten.

Es wurde herausgefunden, dass angenehme Musik positiv auf das vegetative Nervensystem wirkt und hilft, Stress und Aggressionen abzubauen. Sie kann uns förmlich aus einem angespannten Zustand herausreißen. Wir fühlen uns entspannt, erholt und können sofort besser denken. Die Leistungsfähigkeit steigt.

Durch Musik entstehen neue Nervenverbindungen im Gehirn. Unser Gehirn wird dadurch umgebaut. Mittlerweile setzt man sogar bei Parkinson- und Schlaganfallpatienten moderne Musiktherapie ein.

Singen Sie mal wieder
Studien zeigen, dass Singen die Emotionen beeinflusst. Wir verspüren mehr Zufriedenheit und sind ausgeglichener. Negative Emotionen werden besser bewältigt. Durch Singen werden der Hormonhaushalt und die Chemie des Gehirns positiv beeinflusst. So wird das Stresshormon Adrenalin reduziert und Glücksstoffe wie Serotonin ausgeschüttet. Danach fühlen Sie sich in der Lage, wieder voller Kraft und Energie an Ihre Aufgaben heranzugehen. Singen soll sogar vor Erkältungen schützen. Probieren Sie es einfach mal aus.

Spielen Sie ein Instrument
Beim Musikspielen sind Hör-, Gedächtnis-, Emotions- und Bewegungszentren im Gehirn aktiv. Es sind Hirnareale aktiv, die für größte Glücksgefühle zuständig sind. Die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit werden erhöht, die Lernfähigkeit steigt enorm.

Hören Sie angenehme Musik
Beim Musikhören werden unser Nerven-, Hormon- und Immunsystem ebenfalls positiv beeinflusst. Besonders geeignet ist klassische Musik wie beispielsweise von Bach, Vivaldi, Mozart. Gemeinsames Musikhören mit Ihrem Partner fördert sogar die Partnerschaft.

Tanzen Sie
Wenn Sie zu Musik tanzen, stellt sich ein Gefühl der Harmonie ein. Verstimmungen verschwinden, Verspannungen werden gelockert.

Tipp: Nutzen Sie die vielfältigen Wirkungen der Musik. Wenn es Ihnen schlecht geht, lassen Sie sich von Musik inspirieren und motivieren!

 

Musikunterricht fördert die Intelligenz von Kindern um ein Vielfaches besser als EDV-Unterricht. Sowohl das Abstraktionsvermögen als auch die Fähigkeit, analytisch zu denken, werden hierdurch stark verbessert.
Gleichzeitig erfolgt eine Stimulierung des Intellekts, was langfristig zu einer akademischen Leistungssteigerung führt. Musik fördert Teamfähig-
keit und soziale Kompetenz. Auch das ist einer der Gründe, daß Menschen mit Musik besser zueinander finden. Man versteht sich leichter, da Menschen mit gleichen Interessen zusammenkommen und Spannungen abgebaut werden können.

Dr. Francis Rauscher, Universität of Wisconsin, und
Dr. Gordon Shaw, Universität of California

 

Gedanken über Einzelunterrichtunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene 

Was heisst individueller Einzelunterricht? 

Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus, bestimmt durch sein Temperament, seine persönlichen Lebensumstände, Alter, Belastungen von Aussen (Arbeit, Schule) usw. Der individuelle Unterricht garantiert jederzeit auf diesen Rhythmus einzugehen um damit einer Über- bzw. Unterforderung entgegenzuwirken.

Ein Lehrer - ein Schüler, das bedeutet ein hochintensives, flexibles und gut organisiertes Unterrichtsprogramm. Aus der zur Verfügung stehenden Zeit wird das Optimum herausgeholt.

Auch kann so besser auf ganz persönliche Wünsche und Vorlieben, sowie auf Schwierigkeiten eingegangen werden, damit die Musik nie nur zur Pflichtübung wird, sondern richtig Spaß macht.

Wir arrangieren Einzelunterricht für Sie der ganz speziell auf Ihre Bedürfnisse hin gestaltet wird. Im Unterricht kann sowohl auf ihr Instrument aber auch auf fachspezifische Themen eingegangen werden wie z. B. Musiktheorie, das Spielen in einer Band, Liedbegleitung etc.

 

Musizieren verändert das Gehirn: Bei Klavier-Anfängern etwa lassen sich schon nach 20-minütigem Üben, nach Angaben der Deutschen Gesellschaft
für Neurologie, neue Hirnverbindungen nachweisen: Großhirnbereiche für Hören, Sinneswahrnehmung und Bewegung verknüpften sich verstärkt.

Nach 5 Wochen zeige sich eine weitere Anpassung: Beim Hören von Musik werden, den Experten zufolge, nun Regionen im Großhirn aktiv, die für die Steuerung der Hand zuständig sind. Umgekehrt aktiviere das Spielen auch auf einer „stummen Klaviertastatur“ die für das Hören zuständige Regionen...

„Musikwahrnehmung und aktives Musizieren auf hohem Niveau gehören zu den anspruchsvollsten menschlichen Tätigkeiten“, erklärt Eckart
Altenmüller von der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Das Nervensystem gehe hier an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit.

Nürtinger Zeitung, vom 29.09.2007, Eine Meldung der AP

 

"Nicht gegeneinander stehen, sondern miteinander leben; Musik kann das vermitteln."

" … Es geht nicht so weiter, dass wir in einer Welt leben, die vor lauter Wettbewerb und Konkurrenzdenken und Marktgedanken nur noch die Köpfe anspricht, nur noch danach fragt, was jemand im Wettbewerb kann und nicht mehr danach fragt, was ihm Freude macht oder Freude machen könnte. Deshalb ist die Diskussion um die PISA-Studie – so wichtig diese PISA-Studie ist – so gefährlich, weil wir zuviel von der Verkopfung leben und so wenig vom Leben einüben. Das gilt auch für die Musik. Es ist ja nicht so, dass es zuwenig Musik gibt. Wir haben sogar Kaufhäuser, in denen kann man im Aufzug gar nicht ohne Musik nach oben kommen. Wir haben Betriebsküchen und Casinos, da werden wir ständig berieselt. Das mag alles gut sein, aber besser wäre es, wir machten selber Musik. Wir sängen und wir spielten, statt dass wir uns berieseln lassen. Eine Schule, die Leistung will, darf nicht glauben, Leistung bekomme man nur durch intellektuellen Wettbewerb und nicht nur durch das Erproben von Sinnen und Verstand, durch Musik, durch Kunst, durch Sport. Eine Schule oder eine Schulverwaltung, die bei Lehrermangel sagt, da lassen wir erst mal die weichen Fächer, die hat ihren Sinn verfehlt."
... "Wir müssen darauf achten, dass der ganze Mensch gebildet wird. Dieser Mensch, dieser ganze Mensch hat andere Gaben als der Nebenmann. Da gibt es musische und weniger musische. Da gibt es Menschen, da ist es schwer, deren Talent zu entdecken und andere, bei denen ist es schwer, es zu entfalten. Aber sie alle haben Anspruch darauf, dass die Schule, dass das Elternhaus, dass wir alle sie in Kontakt bringen mit den Fähigkeiten, die über das Intellektuelle hinausgehen. (…)
Wenn Sie sich einmal in unserer Wirklichkeit, in der Wirklichkeit unseres Lebens umsehen, dann lernen Sie, zum Menschen gehört mehr als nur Kopf und Verstand und: Musik bewegt. (…)
Was wäre, wenn es kein Theater gäbe, keine Oper, kein Konzert, keine Bibliothek? Nein, das müssen wir gerade in Deutschland noch lernen, auch in Zeiten des Sparens. Kunst und Kultur sind nicht die Sahne auf dem Kuchen, sondern die Hefe im Teig. Wenn diese Hefe fehlt, fällt der Kuchen zusammen, auf Dauer jedenfalls. (…) dass wir den kulturellen Reichtum halten, den wir in Deutschland haben, ist kein Naturgesetz. Das kann auch absterben und aussterben, wenn wir es nicht weitergeben, wenn wir das so genannte „Bildungsbürgertum“ sich selber überlassen und glauben, wir wären als Konsumabnehmer schon genug gerüstet.

Unser Bundesinnenminister (…) hat mal einen Satz gesagt (…) „Wer Musikschulen schließt, der gefährdet die innere Sicherheit“. Das ist ein Satz! (…) Wenn des Satz stimmt, dann muss endlich Kulturarbeit wie Sozialarbeit zu den Pflichtaufgaben der Gemeinden gerechnet werden und nicht zu den freiwilligen. Das kann man natürlich leicht sagen, man muss nur dann hinzufügen: Dann müssen die Städte und Gemeinden auch so ausgestattet werden, dass sie die Pflichtaufgaben leisten können, denn sonst ist es unrecht, ihnen das auch noch aufzupacken, bei all den Sorgen, die unsere Städte und Gemeinden jetzt haben. (…)
Ich wünsche uns Erwachsenen, dass wir Freude haben an Kindern, die sich selber entdecken, ihre eigene Kreativität, ihre Fähigkeiten, ihre Musikalität, ihr Hörvermögen, ihren Spieltrieb; dass uns das wichtiger wird als all die Karierregedanken nach dem Motto: Mein Sohn soll es mal besser haben als ich und es weiterbringen als ich. Nein, er soll es nicht weiterbringen, aber er soll es besser haben. Er soll ein schöneres Leben haben als wir, friedlicher als wir, sicherer als wir und mehr auf Zusammenarbeit bedacht: Nicht gegeneinander stehen, sondern miteinander leben; Musik kann das vermitteln."

Johannes Rau, Bundespräsident (1999 – 2004) aus dem Grußwort beim Tag der musikalischen Bildung auf der Musikmesse Frankfurt am 1. April 2004

 

"Wer Kindern eine Musikerziehung vorenthält, macht einen schweren Fehler."

"Wer Kindern eine Musikerziehung vorenthält, macht einen schweren Fehler. Ich habe häufiger bekräftigt, dass die Musik nicht nur so irgendwie eine Beigabe ist, die man der Erziehung zufügen kann. Musikerziehung ist ein ganz elementarer Bestandteil einer ausgewogenen Erziehung. Gerade im Zusammenspiel lernt man im buchstäblichen und im übertragenen Sinn Taktgefühl. Man lernt Hören, Mithören, Ausdrucksfähigkeit, man lernt Intelligenz."

Otto Schily, Bundesinnenminister a.D., Sendung des Hessischen Rundfunks am 22.03.2005, Bundesminister Otto Schily im Gespräch mit Eckhard Roelcke

 

"Die Musikerziehung in Deutschland muss - auch in Zeiten knapper Kassen - einen hohen Stellenwert behalten ...

"Die Musikerziehung in Deutschland muss - auch in Zeiten knapper Kassen - einen hohen Stellenwert behalten und sie muss ihn zurückgewinnen, wo sie ihn verloren hat.(...)nötig ist es aber, darüber nachzudenken, was es für eine Gesellschaft bedeutet, wenn es immer weniger junge Menschen gibt, die selber Musik machen, weil an Musikschulen oder an der musischen Bildung in den Schulen gespart wird. (...) Darüber müssen wir öffentlich sprechen, damit kein Schaden im Interesse unserer Kinder entsteht. Bei mancher Diskussion um Einsparungen in diesem Bereich habe ich die Sorge, dass wir uns in einigen Jahren verwundert die Augen reiben werden, wenn Kreativität oder Neugier auf Kreativität nicht mehr nachwachsen, oder wenn wir erkennen, dass Talente sich nicht haben entfalten können, wie sie es verdient hätten. Da geht es auch um die kulturelle Zukunftsfähigkeit unseres Landes. (...) Kinder und Jugendliche (sollen) nicht nur Musik hören, sondern auch selber Musik machen. (...) Die Musikerziehung in Deutschland muss - auch in Zeiten knapper Kassen - einen hohen Stellenwert behalten und sie muss ihn zurückgewinnen, wo sie ihn verloren hat..."

Johannes Rau, Bundespräsident (1999 – 2004), Grußwort anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der GEMA am 2. Mai 2003

 

Musikalische Bildung fördert die Entwicklung von Kindern

"Musikalische Bildung fördert die Entwicklung von Kindern zu eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Musikalische Bildung ist deshalb keine private Nebensache. Musikalische Bildung muss zu den Selbstverständlichkeiten gehören, wie das Lernen von Lesen, Schreiben und Rechnen. Musikalische Bildung braucht breiteste gesellschaftliche Unterstützung."

Horst Köhler, Bundespräsident